Dienstag, 12. August 2014

Eating Clean & Healthy??

Ich habe in letzter Zeit meine Top 3 Lebensmittel und meine Top 3 "healthy" Naschsachen vorgestellt. Auch bei meinem 1-jährigen Biokistenjubiläum habe ich als ein Fazit geschrieben, dass ich mich viel gesünder ernähre seit ich die Biokiste habe. Auch von meinem "kein weißer Industrizucker"-Projekt habe ich berichtet. Es ist mir jedoch wichtig, auch zu erwähnen, dass es bei mir auch Tage (manchmal auch mehrere nacheinander!) gibt, an denen ich mich nicht immer so gesund ernähre. Auch ist nicht immer alles Bio, was ich esse. Ich LIEBE beispielsweise Babybel als Snack für Zwischendurch und den gibt es leider nicht in Bioqualität - kaufen tue ich ihn dennoch fast jede Woche (manchmal sogar mehrfach ... mein Name ist Anni und ich habe ein Babybel-Problem ...).

Vielleicht ist das ein Instagram-Phänomen, aber mir fällt in letzter Zeit vermehrt auf, dass viele Personen "healthy" und "clean eating" Profile haben. Es werden immer perfekt angerichtete Obst- und Gemüseteller gepostet, auch der Salat wird nach Sorten optisch hübsch arrangiert. Ich schaue mir diese Bilder auch gerne an - bei mir zuhause sieht es aber anders aus. Mein Obstsalat ist bunt zusammengewürfelt - wenn ich mir überhaupt die Mühe mache, oft esse ich Obst auch einfach so. Mein Salat sieht mit braunem Dressing auch nicht immer ganz so hübsch aus. Lecker schmeckt es dennoch. Meistens sogar seeeehr lecker!

unsexy Salat mit brauner Soße = my FAVORITE!!

Ja, ich lege auf frische, unverarbeitete Lebensmittel (möglichst Bio) wert. Ich will meinen Körper mit Nährstoffen versorgen und Lebensmittel essen, die das Wort LEBEN im Namen verdient haben. Dennoch ist nicht immer alles so clean und healthy. Mit Mr. F esse ich auch gerne mal Eis von Ben & Jerrys. Neulich gab es es auch einen Tag, an dem ich mich auf der Arbeit fast ausschließlich von Kuchen ernährt habe (nachmittags war mir dafür schlecht). Und wenn wir essen gehen, esse ich auch fettige Pizza, dicke Burger und Sushi bis ich platze. Solche Ausrutscher gibt es und sind meiner Meinung nach auch völlig normal. Natürlich behält man diese nicht-so-gesunden Sachen, die man so in sich reinschaufelt lieber für sich.

Gaaanz viel gesunder Salat mit ein bisschen Brot und Fleisch xD

Und ich vermute sehr stark, dass es auch den gesündesten Instagrammern so geht. Allerdings entsteht durch diese einseitige Berichtserstattung ein falsches Bild in vielen Köpfen. Man fängt an, sich selbst schlecht zu fühlen, wenn man selbst nicht immer 100% clean isst. Aber davon sollte man sich frei machen. Wenn man etwas leckeres isst, das vielleicht nicht ganz so gesund ist, sollte man es genießen und sich nicht gleich schlecht fühlen. Solange diese Ausrutscher die Ausnahme bleiben, ist alles okay. Wenn man sich deswegen Stress macht, ist es wahrscheinlich viel ungesünder als das "böse" Essen an sich.

#healthy Brotfladen mit #lowfat Meeresfrüchten :P

Und noch eine Anmerkung: gesund bedeutet nicht automatisch, dass man nur noch rohes, Obst und Gemüse essen muss ;-) ausgewogen sollte meiner Meinung nach die Ernährung sein!

Kommentare:

Ginni hat gesagt…

Oh ja, Du sprichst so wahre Worte! Mir ist auch schon aufgefallen, wie überaus heeeeaaalthy alle bei Instagram sind. Und wie alle immer totaal schlaue Aussagen bei twitter posten müssen.. *augenroll* Ich esse auch gerne mal ungesund. Manchmal passiert es mir sogar, dass ich mehrere Tage ungesund esse (Teufelskreis, oder?) ...bekomme dann aber auch wieder die Kurve! Ich gönne mir gerne mal ein Muffin oder ein Salat mit viiiel Sauce bei Subway. Muss sein, weil es MAL eben auch happy macht!

Anonym hat gesagt…

Mein Name ist Sophie und ich habe auch ein Babybel-Problem :o)

Beautybärchi hat gesagt…

Ich kann mich nur wiederholen: ein toller Post!! Endlich spricht es mal jemand aus! Es gerht halt nicht immer nur healthy und clean :-) manchmal muss man sich eben auch mal was gönnen :-)
Und ich muss mich nochmals anschließen:mein Name ist Beautybaerchi und ich habe ein Babybel suchtproblem... ;-)

anni hat gesagt…

haha - da können wir ja schon fast eine Selbsthilfegruppe gründen: Die Anonymen Babybel-Süchtigen! :D

Ich freue mich, dass ihr mir zustimmt. Ich hatte ein bisschen Angst davor, den Blogpost zu veröffentlichen (deswegen war ich auch so erschrocken als er ausversehen zu früh online ging!). Es ist doch ein sehr sensibles Thema, das ganze Essen.

Alles Liebe,
Anni :)