Freitag, 16. Mai 2014

Auberginen-Halloumi-Röllchen

Sehr leckeres fleischloses, orientalisch anmutendes Grillrezept - auch geliebt von Fleischessern!

Als wir Mitte März angegrillt haben, befand ich mich mitten in der Fastenzeit. Meine Mitgriller grillten ein Beer-Butt-Chicken, von dem ich jedoch fastentechnisch nichts abhaben wollte. Damit mir nicht das Wasser im Mund zusammen läuft, wollte ich für mich eine fleischlose Alternative machen, die wirklich gut ist! Die Auberginen-Halloumi-Röllchen habe ich im letzten Jahr schon mehrfach gemacht. Sie sind etwas aufwendiger, aber es lohnt sich! Selbst Mr. F's fleischessende Kumpels fragen oft schon, ob ich wieder die Halloumi-Röllchen mache, wenn wir grillen.

Zusätzlich möchte ich mit diesem Beitrag gerne auf den heutigen Food Revolution Day 2014 hinweisen. Dies ist eine von Jamie Oliver gegründete Aktion, die zum Selberkochen mit gesunden, unverarbeiteten Zutaten aufruft. Sie soll in Zeiten von Fix- und Fertigprodukten daran erinnern, die richtigen Kochkünste am Leben zu erhalten und aufzeigen, wie wichtig eine gesunde Ernährung für die Gesundheit und die Lebensfreude ist. Hauptsächlich ist die Aktion an Kinder adressiert, aber ich finde, dass auch der eine oder andere Erwachsene sich die Message zu Herzen nehmen sollte. Insgesamt ist es eine klasse Sache und in jedem Fall unterstützenswert! Eines meiner Lieblingszitate stammt von Hippokrates, der schon um 400 v. Chr. sagte: Let food be thy medicine and medicine be thy food!


Man nehme für 6 Röllchen ...

Marinade:
  • 5 EL Sesamöl
  • 1 EL rote Currypaste (gibt es z. B. von Alnatura)
  • 4 EL (helle) Sojasauce (geht auch mit normaler Sojasauce)
  • Saft von einer unbehandelten (Bio-)Limette
  • 5 EL Sesamsamen

Röllchen:
  • ~250 g (= eine Packung) Halloumi-Käse*
  • 1-2 Auberginen
  • Salz
  • Oliven- oder Sesamöl zum Braten
  • Zahnstocher oder Schnittlauchhalme
* wenn man eine vegane Variante machen möchte, geht es auch mit Tofu - aber das habe ich noch nicht probiert.

Man zaubert ...

Die Zutaten für die Marinade zusammenmixen, den Halloumi in 6 Scheiben schneiden, in die Marinade geben und kalt stellen. Je länger, desto besser!

Die Auberginen waschen und längs in sechs dünne Scheiben schneiden. Wenn man sich Mühe gibt, bekommt man 6 gleichmäßige Scheiben aus einer Aubergine. Wenn man aber nicht geübt oder nicht so geschickt ist, sollte man sicherheitshalber noch eine zweite Aubergine haben ;-)

Anschließend die Auberginen mit Salz bestreuen und 15 Minuten Wasser ziehen lassen. Danach die Auberginen trocken tupfen. Mit viel Öl in eine heiße Pfanne geben (sie saugen das Öl förmlich auf!) und von beiden Seiten anbraten. Nach dem Anbraten auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Den Halloumi aus der Marinade nehmen und immer eine Käsescheibe in einer Auberginenscheibe einrollen - mit einem halben Zahnstocher fixieren. Das Ursprungsrezept sieht vor, es mit einem Schnittlauchhalm zuzuknoten, aber das hat bei mir nie funktioniert - daher die Zahnstocher.

Die Röllchen mit den Resten der Marinade bepinseln. Auf dem Grill ca. 10-15 Minuten unter wenden grillen.

Schmecken lassen! 

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Halloumi ist meistens mit tierischem lab und daher dann nicht vegetarisch!

Darauf sollte man achten.

anni hat gesagt…

Das wusste ich nicht. Halloumi ist Käse und ich dachte, dass jeder Käse als vegetarisch gilt ...

Ich bin selbst keine Vegetarierin und daher nicht so tief drin in dem Thema.

Wenn man Halloumi wegen dem Lab nicht verwenden möchte, kann man das Rezept ja auch mit Tofu machen - dann ist das Rezept sogar vegan.

Liebe Grüße,
Anni

Kirjava hat gesagt…

Hmmm, ich glaube, das probier ich mit Tofu tatsächlich mal aus. Und diese Champignons daneben, arrgh, ich bekomm Appetit! :D

Anonym hat gesagt…

Also wenn "Food thy medicine" sein soll, dann sollte man Fleisch auch weglassen ;)

Lg Emma

anni hat gesagt…

Hallo Emma,

danke für deinen Kommentar :)

Das kommt darauf an, nach welcher Ernährungsphilosophie man geht ;) Und selbst, wenn man Fleisch isst, sind auch nur max. 300-600 g Fleisch in der Woche empfohlen ... viele essen so viel bereits an einem Tag. Leider.

Wenn man Fleisch aber generell als gesundheitlich nicht ganz so empfehlenswert ansieht, müsste man auch auf Eier, Milch und Milchprodukte verzichten.

Dieses Rezept ist immerhin fleischlos, wenn auch nicht ganz vegetarisch, wie ich lernen musste ;) mit Tofu wäre es aber sogar vegan!

Liebe Grüße,
Anni :)