Samstag, 13. Dezember 2014

Es ist nicht alles Gold, was glänzt ...

... manches ist auch Silber!

Ein schneller (Kauf-)Tipp: Bei Galeria Kaufhof (sowohl online als auch in den Läden) gibt es aktuell den Filofax "The Original" in "silver"! Auf der Webseite kann man auch die Filialberfügbarkeit des Artikels nachsehen. In "Personal"-Größe kostet er 79,99 €uro und in A5 99,99 €uro.

Die Metallicversionen in gold und silber sind im Sommer als Limited Edition erschienen und mittlerweile fast nirgendwo mehr zu haben - selbst auf filofax.de und auch auf der britischen Seite filofax.co.uk sind sie nicht mehr gelistet.

Den goldenen "The Original" gibt es zwar leider nicht, aber der Silberne ist auch sehr schön anzusehen! ♥ Die Farbe ist sehr metallisch und stark reflektierend. Die Lederoberfläche fühlt sich etwas rau (aber nicht kratzig!) an und dadurch funkelt das Silber so toll im Licht! Der Filofax ist eine echte Augenweide :)

Würde auch ein schönes Geschenk abgeben oder wäre eine gute Erweiterung der eigenen Wunschliste ;)

Freitag, 17. Oktober 2014

Annis Kürbissuppe mit Zimtcroûtons ♥

Leckere Kürbissuppe mit orientalischen Gewürzen und zimtig-knusprigen Croûtons!

Diese Suppe habe ich erstmalig ca. 2009 bei Mr. F's Eltern gegessen, aber nicht seine Eltern haben sie gekocht, sondern eine Freundin von Mr. F's Mama. Bis dahin hatte ich noch nie Kürbissuppe gegessen und generell bin ich eigentlich kein großer Suppenfreund, aber aus Höflichkeit (und weil es ganz gut roch) habe ich probiert. Und ja, es war Liebe auf den ersten Happs! Ich fragte dann die Freundin aus, wie sie die Suppe gemacht hat. Wieder zuhause habe ich zudem das Internet durchforstet, aber kein Rezept gefiel mir zu 100% - in einem waren Kartoffeln mit drin, was ich nicht wollte ... im nächsten fehlten Ingwer & Chili und wieder in einem anderen waren nur "stinknormale" Croûtons vorgesehen. Also habe ich mir aus den verschiedenen Rezepten mein ganz eigenes zusammengestellt. Mittlerweile mag ich eigentlich jede Kürbissuppe, aber dieses Rezept ist und bleibt mein Liebstes!

Und seitdem gehört Kürbissuppe für mich einfach zum Herbst dazu!

  
Man nehme für 4 Kürbis-Liebhaber...

etwas Olivenöl
1 Zwiebel
1 dicke, große Knoblauchzehe (oder 2 Normale)
1 Hokkaido Kürbis (ca. 600 g)
1 Stück Ingwer (ungefähr so groß wie die Knofizehe)
1/2 bis 1 Chilischote (je nach dem wie scharf man es mag)
etwas Curry
1 TL Kurkuma
1 TL gemahlener Kreuzkümmel (= Cumin)
1 l Gemüsebrühe
Salz & Pfeffer
200 ml Kokosmilch (alternativ: Schlagsahne)
ausreichend Butter
~2 Scheiben Vollkorntoast (p. P.)
eine Prise Salz
1 TL Ceylon Zimt
Kürbiskerne
Kürbiskernöl

Man zaubert ...

Hokkaido Kürbis waschen und eventuell mit einer Gemüsebürste abrubbeln. Danach die Enden abschneiden, den Kürbis halbieren, entkernen und mit der Schale würfeln. Die Zwiebel, den Ingwer und Knoblauch schälen und ebenfalls würfeln - da es später püriert wird, muss es nicht allzu fein sein. Die Chilischote längs halbieren und bei Bedarf entkernen (dann ist es weniger scharf) sowie in halbe Ringe schneiden.

Das Olivenöl in einem großen Top erhitzen und die Zwiebel, Ingwer, Knoblauch und die Chili darin andünsten. Dann die Kürbiswürfel dazugeben, gut umrühren und mit anbraten. Nun mit Curry, Kurkuma, Kreuzkümmel bestäuben und wieder umrühren. Pfeffern und salzen. Mit der Gemüsebrühe ablöschen* und alles circa 30 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Toastscheiben würfeln und in der erhitzten, flüssigen Butter goldbraun rösten bis sie knusprig sind. Da das Toast die Butter regelrecht aufsaugt, braucht man etwas mehr: ca. 1 EL Butter pro Toastscheibe. Währenddessen salzen und mit Zimt bestäuben. Auf einem Teller mit Küchenkrepp etwas entfetten. Ich nehme ca. 1-2 Toastscheiben pro Person ... ich persönlich mag lieber etwas mehr Croûtons als zu wenig :)

Anschließend die Kürbissuppe mit einem Pürierstab oder Mixer fein pürieren und bei Bedarf durch ein feines Sieb passieren (das lasse ich persönlich immer weg). Dann die Kokosmilch dazugeben für die extra Portion Cremigkeit (normale Sahne geht auch - diese könnte man dann sogar aufschlagen und unterheben oder beim Servieren vor Croûtons & Co. einen Klecks geschlagene Sahne auf den Teller geben). Pssst - wenn man die Suppe mit Kokosmilch macht, ist sie sogar vegan! Abschmecken nicht vergessen und ggf. nachwürzen.

Die Suppen zum Servieren mit den Zimtcroûtons und Kürbiskernen anrichten sowie das Kürbiskernöl drüberträufeln.

Bon Appétit!

Tipp # 1 - Gemüsebrühe Deluxe!
Die Innereien vom Kürbis bitte nicht einfach so entsorgen. Man kann sie zusammen mit einer gequetschten Knoblauchzehe, ein bisschen frischem Ingwer, einem TL Gemüsebrühepulver (bitte Bio und Glutamat- sowie Hefeextraktfrei!) und einem Liter Wasser aufkochen lassen und sich so eine super intensive Gemüsebrühe selbst machen. Wenn man noch frische Kräuter wie Oregano, Thymian oder Rosmarin hat, auch immer rein damit! Viel besser als nur Brühpulver und Wasser pur! *Dann aber bitte durch ein Sieb zum angebratenen Kürbis abseihen ;-)


Tipp # 2 - Zimtcroûtons für Faule
Die richtigen Zimtcroûtons mache ich meistens nur am ersten Suppentag oder wenn ich Mitesser habe. Für mich alleine stecke ich die Toastscheiben einfach so in den Toaster, lasse sie etwas knuspriger toasten, bestreiche sie dünn mit Butter, gebe etwas Salz und eine gute Portion Zimt oben drauf. Schmeckt genauso lecker zur Suppe wie die Zitmcroûtons, geht ganz fix und macht weniger Arbeit (und Dreck!) ;-)

Tipp # 3 - Kürbis zu klein?!
Wenn der Kürbis etwas kleiner ist, bitte auch weniger Flüssigkeit nehmen, sonst wird die Suppe schnell zu flüssig. Etwas Wasser nachgießen geht leichter, als eine zu dünne Suppe anzudicken.

Tipp # 4 - wie wär's denn mal mit Pasta?
Wir haben dieses Suppenrezept auch schon als Basis für eine Nudelsoße genommen. Dafür haben wir aber nach dem Anbraten der Kürbiswürfel, die Hälfte von ebendiesen beiseite gestellt und nur die andere Hälfte mit der Brühe püriert. So hat man auch ein paar Kürbisstückchen zu den Nudeln. Dann haben wir die Suppe/Soße mit den Kürbisstückchen und ~300 g vorgekochten Hörnchennudeln sowie klein gewürfeltem Schafskäse (= Feta) in eine Auflaufform gefüllt und mit Mozzarella überbacken. Das war ebenfalls sehr deliziös! 

Lasst es euch schmecken!

Dienstag, 14. Oktober 2014

Oh Schreck! Das Make-Up ist weg!

Es gab vor einiger Zeit einen Tag, in dem man die Produkte vorstellen sollte, die man SOFORT nachkaufen würde, wenn plötzlich das komplette Make-Up weg wäre. Ich würde einige Produkte wirklich sofort nachkaufen und anderen, älteren, limitierten oder ausgelisteten Produkten bitterlich nachweinen. Zum Glück ist mein Make-Up aber nicht weg!

Allerdings hatte ich letzte Woche Donnerstag eine ganz ähnliche Situation. Ich bin beruflich über Nacht nach Hamburg gefahren und habe mein Schminktäschchen zuhause vergessen. Ich habe es morgens zwar gepackt, allerdings nicht in meinen Koffer verfrachtet. Als ich wieder kam, fand ich es vollgepackt, aber einsam und verlassen auf meiner Waschmaschine. Wahrscheinlich habe ich es mit ins Bad genommen, um meine Kulturtasche zu holen und es dann irgendwie stehen gelassen. Die Kulturtasche hatte ich jedenfalls eingepackt.

Wie auch immer, ich stand also am Bahnhof und hatte keine Schminke dabei. Normalerweise wäre das kein Beinbruch gewesen, aber da ich am Freitag einen beruflichen Termin hatte bei dem ich nicht ungeschminkt aufschlagen wollte, bin ich schnell in den dm gestürmt und habe mir ein kleines Notfallset gekauft.

Das linke Produktbild habe ich stilecht im ICE auf dem Sitz-Tablett-Tisch fotografiert :D

Ganz wichtig sind für mich Puder, Kajal und Mascara. Gekauft habe ich daher Folgendes ...

alverde Quattro Lidschatten - 50 Rose Garden (€ 3,95)
Ich wollte gerne einen hellen schimmernden Lidschatten für mein Lid haben. Das lässt einen auch nach einer kurzen Nacht wach aussehen. Da ich keine Lidschatten kaufen wollte, die ich schon habe, griff ich zu diesem neuen Quattro von alverde. Es enthält zwei schimmernde rosé-Töne und zwei dunklere, matte lila-Töne. Die Farben sind hübsch aufeinander abgestimmt und ziemlich gut pigmentiert. Praktisch ist in diesem Fall der enthaltene Applikator, da ich natürlich auch keine Pinsel dabei hatte ... im allergrößten Notfall tun es übrigens auch die Finger!

alverde Duo Bronzer und Highlighter - 10 Bright Bronze (€ 3,95)
Dieser Kauf war ein reiner Lustkauf. Es ist ein aktuell limitiertes Produkt und momentan in der "End of Summer"-Edition erhältlich. Ich hatte zu dem Produkt nicht so positive Reviews gelesen (schlechte Farbabgabe, etc.), aber der Tester fühlte sich so buttrig an, dass ich nicht widerstehen konnte. Außerdem dachte ich, dass ein wenig Wärme im Gesicht und Highlights bei beruflichen Terminen durchaus gut tun ;-) die Highlighterseite ist vom Helligkeitsgrad meiner Hautfarbe ziemlich ähnlich, die Tönung ist aber minimal rosiger - das wirkt nicht so künstlich und ein bisschen wie bei Kerzenschein. Auch enthält die Farbe keine Glitzer, sondern lediglich einen ganz feinen, gleichmäßigen Schimmer. Der braune Ton ist nicht orange, aber auch nicht kühl getönt - es ist ein neutraler bis leicht warmer, mittlerer Braunton und ist für mein Empfinden komplett matt.

alverde Mineral Puder - 01 Porcelain (€ 4,45)
Puder musste sein! Kein anderes Produkt verleiht mir so viel Selbstbewusstsein wie Puder - es lässt die Haut ebenmäßiger und mattiert wirken. Vom ersten Eindruck gefällt mir das alverde Puder ziemlich gut. Es ist ohne Talk, deckt ganz gut, aber ohne dabei mehlig auszusehen. Die Farbe ist ziemlich hell und eher gelbstichig - auch wenn es auf meinem Handrücken viel zu hell aussieht, hat es sich im Gesicht gut meinem Hautton angepasst.

alverde Duo Kajal-Eyeliner - 20 Golden-Brown (€ 2,25)
Eigentlich habe ich den Kajalstift nur wegen der braunen Seite gekauft. Die Farbe ist der Knaller! Ein schimmerndes Braun mit einem minimal bronzigen Einschlag, aber nicht so hell und rötlich. Genau mein Beuteschema. Das gold ist ein schmutziges Altgold, würde ich sagen. Auch ganz hübsch und ein netter Zusatz. Von der Konsistenz sind beide Farben buttrig weich. Eigentlich mag ich weiche Kajalstifte (benecos macht sehr Tolle!), aber die hier von alverde sind fast schon etwas zu weich. Die Haltbarkeit ist dadurch nicht ganz so gut - zum Einen kann es sein, dass man oben am Lid einen Abdruck bekommt und zum Anderen lässt die leuchtende Farbintensität im Laufe des Tages leider nach. Für den kleinen Preis und bei der hübschen Farbe aber doch empfehlenswert.

alverde Lidschattenstift - 20 Rich Chestnut (€ 2,45)
Der Lidschattenstift war ebenfalls ein Lustkauf ;-) der Kajal alleine wäre nämlich vollkommen ausreichend gewesen, aber da der Stift genau wie der Duo Bronzer in der "End of Summer"-Edition limitiert ist, konnte ich irgendwie nicht dran vorbei gehen. Die Farbe ist der braunen Seite von dem Duo-Kajal recht ähnlich, allerdings im direkten Vergleich noch minimal dunkler und etwas kühler vom Farbton her. Die Konsistenz empfinde ich als wachsig. Wenn man die Farbe verblendet, nimmt man schnell alle Farbe wieder ab - man kann jedoch schichten. Die Haltbarkeit war auf meinen Augenlider (fixiert mit dem hellen Ton aus dem Duo Bronzer) ganz gut - am Abend hing es mir ein bisschen in der Lidfalte, aber es sah immer noch einigermaßen tragbar aus. Solo, also nicht mit Puder fixiert, schätze ich die Haltbarkeit nicht ganz so gut ein.

alverde Cream to Powder Concealer - 10 Natural Beige (€ 2,95)
Den Concealer hatte ich schon mal und finde ihn ganz solide. Die Deckkraft ist mittelmäßig, die Konsistenz angenehem (nicht zu fettig und nicht zu trocken) und er rutscht bei mir auch nicht unschön in die Fältchen. Auf dem Concealer befindet sich ein kleiner "Neuer Duft" Aufkleber - leider kann ich mich nicht an den alten Duft erinnern, aber der Neue riecht ganz gut und auch irgendwie typisch "alverde"

p2 Dramatic Lashes Mascara - 010 Black Billion (€ 3,75)
Es ist eine Mascara mit einem Gummibürstchen, das mich hier angesprochen hat. Sie ist schwarz, günstig und macht auch ein ganz hübsches Ergebnis. Das Volumen könnte für mich noch etwas besser sein, aber sie verklebt die Wimpern nicht und verlängert auch ganz gut. Jedoch keine Naturkosmetik.

ebelin Professional Rougepinsel (€ 3,95)
Bei dem Mineral Puder war zwar eine Quaste dabei, aber zumindest den Duo Bronzer musste ich ja irgendwie auftragen - also durfte auch noch der ebelin Rougepinsel mit. Die Haare sind aus Synthetik und somit ist der Pinsel vegan und auch für Tierhaarallergiker benutzbar. Der Pinselkopf ist recht klein (was ich mag!) und rund geschnitten. Der erste Eindruck überzeugt - für Puder eigentlich etwas zu klein (aber nutzbar!) und für Rouge bzw. Bronzer & Highlighter ideal.


Bei zwei Produkten habe ich leider schon Nachteile bemerkt: das Quattro krümelt bei der Farbaufnahme recht stark und die Highlighterseite des Duos ist sehr sehr hart gepresst. Beim Quattro kann ich über das Krümeln noch hinwegsehen, weil man davon beim Auftragen auf den Augen kaum was merkt. Zumindest ist es mir nicht sonderlich negativ aufgefallen. Auf den Pfännchen stört es schon ein wenig. Beim Highlighter ärgert es mich schon mehr. Man muss unheimlich rubbeln, damit man Farbe abbekommt und nach zweimaligem Benutzen sah die Oberfläsche schon aus, als würde sie sich verhärten, wodurch die Farbabgabe nur noch schlechter werden würde. Kennt ihr das?  Hier bin ich leider ein wenig enttäuscht, weil der Tester so vielversprechend war und ich die Farbe so hübsch finde.


Abschließend noch mein "Business"-Look vom letzten Freitag. Geschminkt habe ich nach dem Schema von meinem Tutorial. Unten gebe ich an, welches Produkt ich für welchen Schritt genommen habe, falls es jemand nachschminken möchte. Es ist ein schnelles Augen-Make-Up, das nicht zu aufgedonnert aussieht und durchaus alltagstauglich ist.


Benutzt habe ich für die Augen ...

alverde Cream to Powder Concealer Natural Beige - Augenringe abdecken und auch das Lid mit dem Concealer grundieren. (Step 1)
alverde Mineral Puder Porcelain - Lid und Augenringe abpudern; dadurch den Concealer fixieren.
alverde Duo Bronzer und Highlighter Bright Bronze - die helle Seite: von der Lidfalte bis unter der Braue als Highlight (Step 2)
alverde Quattro Lidschatten rose garden - die beiden hellen, schimmernden Töne auf dem beweglichen Lid; zuerst den minimal dunkleren Schimmer-Ton auf dem ganzen Lid und dann den ganz hellen im Augeninnenwinkel am oberen und unteren Wimpernkranz (Step 2)
alverde Lidschattenstift Rich Chestnut - am äußeren Augendrittel oben und unten am Wimpernkranz aufgetragen und dann mit den Fingern verblendet; ich habe davon 2 Schichten aufgetragen, weil die Farbe beim Verblenden etwas stärker verblasst ist als ich das wollte. Theoretisch könnte man hierfür auch die braune Seite von dem Duo Kajal nehmen. (Step 3 und 4)
alverde Duo Bronzer und Highlighter Bright Bronze - mit der hellen Seite tupfend die Farbe vom Lidschattenstift fixieren (Step 5)
alverde Duo Kajal-Eyeliner Golden-Brown - die braune Farbe am oberen und unteren Wimpernkranz als Lidstrich auftragen, Wimpern tuschen - Fertig! (Step 6)

Fast genau das gleiche ist mir 2009 mal in den Semesterferien passiert. Damals kaufte ich als Ersatz ein günstiges Schminkset von essence - heute darf es die Naturkosmetikversion von alverde sein! Ich glaube, ich werde zukünftig ein Puder, einen Kajalstift und eine Mascara in meine Kulturtasche stecken, damit mir sowas nicht noch mal passiert oder wenn, dass ich nicht ein komplettes Set kaufen muss ;-)

Lippenprodukte brauchte ich zum Glück nicht, denn davon habe ich immer mehr als genug in meiner Handtasche dabei ... immerhin etwas! :D

Samstag, 11. Oktober 2014

Halbmarathon: aller Guten Dinge sind 3?

Ende September war es so weit und ich bin meinen insgesamt dritten Halbmarathon gelaufen. Während zwischen dem ersten und dem zweiten Halbmarathon über 10 Monate lagen, trennten Nummer zwei und drei nur 5 Wochen. Ich war gespannt, wie ich erneut abschneiden würde. Mein Ziel war auch nicht unbedingt, mich noch mal zu verbessern (wobei das natürlich toll gewesen wäre!), aber ich wollte es gerne wieder schaffen unter 2 Stunden zu bleiben.

Mein Training war in den 5 Wochen auch nicht mehr ganz so stringent. In der einen Woche war ich sowohl in Paris als am Wochenende auch auf Messe, zwischendrin war ich bei Mr. F oder er bei mir und ich musste mein Training irdendwie drum rum planen. In einer Woche war ich 5x laufen, in der nächsten nur 3 Mal. Ich glaube, in der Paris-Messe-Woche war ich sogar nur 2x laufen. Aber eigentlich war ich so gut trainiert, dass das nichts ausmachen sollte. Gefehlt haben mir ein bisschen die langen Läufe - nach dem HM im August waren das längste ~80 Minuten, die ich unterwegs war.

Halbmarathon"frühstück"

Der dritte Halbmarathon unterschied sich gewaltig von meinen ersten beiden Läufen. Es war ein kleiner Lauf mit insgesamt nur 57 Startern und davon nur 11 Frauen. Auch gab es zwar ein elektronisches Zeitmesssystem, aber dies hat nur den Zieleingang gemessen. Der Startschuss zählte für alle gleich. Demnach gab es auch keine Brutto- und Nettozeit. Immerhin stand ich beim Start in der ersten Reihe, so dass ich mir darum keine Sorgen machen musste ;-) Zudem ist mir aufgefallen, dass fast nur etwas professionellere Läufer am Start waren und viele sogar irgendeinem Verein angehörten. Bei den letzten beiden Halbmarathonen sind zu Beginn viele viel zu schnell losgeprescht, die nach einiger Zeit von ihren Kräften verlassen und somit langsamer wurden. Wenn man sich seine Kräfte besser einteilt, überholt man mit der Zeit so einige Läufer. Hier war es auch so, dass viele gleich zu Beginn schnell lospreschten, allerdings habe ich diesmal niemanden überholt - sie schienen das Tempo also halten zu können. Das fand ich erstaunlich und bewundernswert!

Ich bin die Dame mit dem pfirsichfarbenen Shirt ;-)

Meine Begleitung bestand diesmal aus Mr. F, seinen Eltern und den zwei Familienhunden. Sie waren vor und beim Start mit dabei und spazierten mir dann auf der Strecke entgegen, so dass ich sie nach ca. 8 km noch mal sah. Danach sah ich sie leider erst wieder im Ziel. Es war schön Mr. F dabei zu haben. Er glaubt an mich und feuert mich an - da er meinen Trainingszustand ganz gut kennt, macht mir das immer Mut.

Zu Beginn lief es ziemlich gut, ich bin die ersten 5 Kilometer mit einem Schnitt von 5:00-5:15 min/km gelaufen und das obwohl ich bei Kilometer 3 ein bisschen Seitenstechen hatte. Danach wurde ich ein bisschen langsamer, weil ich das Gefühl hatte, ich hätte ein Steinchen im linken Schuh und es anfing zu drücken. Bei 52:49 min war ich bei Kilometer 10 - hier lag ich also im Schnitt immer noch bei ~5:25 min/km. Um die Halbmarathondistanz in unter 2 Stunden zu schaffen, muss mann durchschnittlich mindestens 5:40 min/km laufen. Ich lag zu dem Zeitpunkt also gut in der Zeit.

meine 10 km Zeit

Die Strecke bestand aus einem Rundlauf mit 2 Runden. Die erste Runde waren ungefähr 11 Kilometer und die zweite Runde dann noch mal ~10 km. Während die erste Runde eigentlich ziemlich gut lief, war die zweite Runde ein Kampf. Das minimale Drücken im Schuh hatte sich zwischenzeitig zu einem Scheuern ausgeweitet. Auch drückte nicht mehr nur der linke Schuh, sondern nun auch noch der Rechte. Bei Kilometer 13/14 blieb ich stehen und habe versucht an meiner Socke rumzuzuppeln, damit es aufhört, aber das hat irgendwie gar nichts gebracht. Ich habe förmlich gemerkt, wie ich langsamer geworden bin und habe immer versucht, mir wieder mein Mantra "Ich kann das! Ich schaffe das!" vorzusagen, aber meine schmerzenden Füße rückten immer wieder in den Vordergrund und ich dachte bei jedem Schritt nur "AUA, AUA, AUA!" - bei Kilometer ~15 habe ich sogar ganz kurz überlegt, ob ich abbrechen soll. Hinzu kam, dass der Lauf durch zwei historische Stadtkerne ging und man in beiden Städten (beim Start und ca. bei Kilometer 5, 11 und 16) über holperiges Kopfsteinpflaster bergauf laufen musste. Während es die ersten Male noch einigermaßen ging, war es bei Kilometer 16 der Horror.

Was mir bei diesem Lauf besonders negativ aufgefallen ist, war, dass in der ersten Runde zwar jeder Kilometer - sogar jeder halber Kilometer! - mit einem Schild angezeigt wurde, aber leider nicht in der zweiten Runde. Nach Kilometer ~11 verlor ich ein bisschen den Überblick wo auf der Strecke ich mich gerade befand. Ich konnte es zwar ungefähr an den ersten Kilometern ableiten, aber die bedeuteten ja nicht automatisch, dass bei Kilometer 7 dann auch Kilometer 17 ist. Und falls das so gewesen sein sollte, wurde das nicht kommuniziert. In Berlin war das beispielsweise so, dass in der ersten Runde Kilometer 5 und 6 in der zweiten Runde ca. bei Kilometer 16 und 17 lagen.

bergauf mit Kopfsteinpflaster - es war steiler als es hier aussieht! ;-)

Mir war dann auch ziemlich schnell klar, dass ich die 2 Stunden wohl nicht schaffen würde. Ich habe zwischendrin immer wieder versucht, mich zusammen zu reißen und einfach weiterzulaufen, aber meine Füße taten mittlerweile so weh, dass es schwer zu ignorieren war. Der Zieleinlauf ging in der Altstadt bergab (immerhin etwas!) und Mr. F erwartete mich schon freudig. Er ist die letzten 100 m am Straßenrand mit mir mitgelaufen, hat mich angefeuert und gerufen, dass ich es noch schaffen kann. Ich bin dann bergab noch mal gesprintet (soweit dies noch möglich war) und habe die 2 Stunden nur ganz knapp verpasst. Im Ziel war ich so unendlich froh, es geschafft zu haben - ich habe durch den Abschlusssprint kaum Luft bekommen (talking about Hyperventilieren!), war gerührt weil Mr. F so mit mir mitgefiebert hat und musste ein bisschen meine Erleichterungstränen zurückhalten. Meine ersten, japsenden Worte waren allerdings:"Zieh mir die Schuhe aus! Schuhe aus, SCHUHE AUS!!" - ich konnte kaum noch laufen. Mr. F fand das im Nachhinein witzig (ist es vielleicht auch), aber in dem Moment wollte ich die Schuhe einfach nur so schnell wie möglich loswerden. Wir haben uns dann in einen Hauseingang gesetzt und ich habe mir meine Schuhe alleine ausgezogen. Mysteriöserweise waren gar keine Steinchen in meinen Schuhen - keine Ahnung, was da drückte. Ich bin dann auf Socken weitergelaufen - die Schuhe wollte ich nicht wieder anziehen. Was ich gleich sehr erstaunlich fand: ich hatte keinerlei Probleme, mich hinzusetzen. Das war neu, das ging bei den letzten Malen nämlich gar nicht.


Später unter der Dusche stellte ich fest, dass ich unter der linken Fußsohle 3 Blasen und rechts am Fuß an der Außenseite eine Blase hatte. Das war mir beim Laufen (im Sinne von Joggen) noch nie passiert. Auch hatte ich noch nie zuvor an der Fußsohle Blasen. Merkwürdig finde ich das vor allem, weil ich die gleichen Schuhe und sogar die gleichen Socken wie in Berlin anhatte! Nachdem es in Berlin nämlich mit dieser Socken-Schuh-Kombi so gut lief, wollte ich nichts riskieren - never change a running system! Tjo, Pustekuchen ...

Letztendlich bin ich dennoch ganz zufrieden mit meiner Leistung. Denn von meinen geschundenen Füßen mal abgesehen, habe ich es dennoch gut ins Ziel geschafft. Und dafür, dass ich zwischenzeitig das Gefühl hatte, meeega langsam zu sein, ist die Zielzeit doch noch ganz gut gewesen :) die 2 Stunden habe ich zwar ganz knapp verpasst (10 Sekunden - aaaargh!), aber ich war immer noch schneller als bei meinem ersten Halbmarathon und auch nur 1:17 min langsamer als bei dem letzten.


Einen klitzekleinen "Sieg" konnte ich dennoch verzeichnen. Ich habe ja schon geschrieben, dass ich mich nach dem Zieleinlauf ziemlich gut hinsetzen konnte zum Schuhe ausziehen. Auch hinhocken ging und Treppen konnte ich auch ganz gut hoch und runter laufen. Ich hatte zwar am Tag danach und auch am zweiten Tag danach minimal Muskelkater, aber es war aushaltbar und an Tag 3 war der Spuk vorbei. Nach Halbmarathon 1 und 2 konnte ich die Tage danach kaum kreuchen und fleuchen, weil mir alles sooo weh tat - das war hier gar nicht der Fall :)

Mr. F und die "barsöckige" Anni nach dem Zieleinlauf

Für 2015 ist mein Ziel, es unter 1:55:00 Std. zu schaffen und noch konstanter zu laufen!
Mr. F überlegt schon, wie wir meinen Trainingsplan fürs nächste Jahr noch verbessern können :)
Ich freue mich drauf und bin froh über seine Unterstützung!

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Täschlein, öffne dich! - Was ist drin, in Annis Tasche?!

Ganz zu Beginn meiner Bloggerkarriere habe ich 2009 mal einen Einblick in meine Tasche gegeben. Es war meine kleine Longchamp Le Pliage, die ich mir 2008 während eines Praktikums gekauft habe. Der Inhalt meiner Tasche hat sich seitdem ganz schön verändert - vor allem die Kosmetik! Damals hatte ich noch Lippenpflegestifte von bebe dabei, eine Handcreme von essence und einen Lipgloss von Hawaiian Tropic. All das käme mir heute nicht mehr ins Haus ;-)


Meine momentane Tasche habe ich 2012 von Mr. F zu meinem Masterabschluss geschenkt bekommen. Allerdings habe ich sie letzte Woche erstmalig eingeräumt und benutze sie nun auch zum ersten Mal. Frevel? Vielleicht, allerdings hatte ich bis zum vorletzten Wochenende keinen Schulterriemen für die Tasche und sie nur am Griff durch die Gegend zu tragen, fand ich doof. Mr. F hatte mir von Anfang an einen Riemen versprochen und nun hat er sein Versprechen auch gehalten :) Die Tasche selbst ist schon etwas älter und Mr. F hat sie damals gebraucht bei ebay ersteigert - aber gerade das macht den Charme dieser Art von Taschen aus, finde ich :)


Die Tasche ist relativ groß und ich mag, dass sie so viele Fächer hat. Sie hat hinten ein großes Fach, dann ein ganz schmales Fach mit Reißverschluss, dann kommt nochmal ein größeres Fach (aber minimal schmaler als das ganz hintere) und vorne aufgesetzt befindet sich noch mal eine Tasche. Geschlossen wird die Tasche mit zwei Schnappverschlüssen, so dass man nicht jedes Mal die Schnallen auf und zu machen muss. Die Tasche ist von JJ Kübler - ich glaube, die machen heutzutage gar keine Taschen mehr für den normalen Verkauf.

Auf den Bildern der offenen Tasche sieht man, dass ich noch einen Jutebeutel (Hipsteralarm!) dabei habe. Da ich das letzte Wochenende bei Mr. F verbracht habe und ich wusste, dass wir ein paar Mal in der Stadt unterwegs sein werden, wollte ich noch eine leichtere Taschenvariante mitnehmen, weil die Ledertasche doch ein bisschen schwer wird mit der Zeit. Für einen ausgedehnten Stadtbummel ist sie nicht so zu empfehlen - es sei denn man hat eine starke Schulter.


Aber was habe ich nun dabei? Zu allererst einmal meinen Filofax, den ich seit Mitte Februar überall mit hin schleppe und passend dazu eine kleine Federtasche von Emma Bridgewater mit ein paar Stiften. In der Hanfhülle befindet sich mein Kindle Paperwhite (die 2012 Edition)! Dann habe ich meinen Wohnungsschlüssel an einer geflochtenen Lederkordel dabei sowie meinen Autoschlüssel und die Zulassung. Mein Handyladegerät und eigentlich auch mein Handy, aber mit dem habe ich die Fotos geschossen ;-) eine Haarbürste habe ich auch meistens dabei - eigentlich habe ich eine kleinere Haarbürste extra für die Handtasche, aber irgendwie war die beim Tasche umräumen verschollen, so dass ich meine normale Haarbürste mitgenommen habe. Dann noch einen Lippenpflegestift (der Hurraw Sonnenschutz Balm), einen Lipgloss und einen Lippenstift (Dr. Hauschka Lipstick Novum 09) sowie eine kleine Schminktasche. Die Schminktasche ist eigentlich zu groß für unterwegs in der Handtasche, aber ich mag sie so gerne, dass ich sie trotzdem benutze. Sie ist von Depot :)


In der Kulturtasche habe ich weitere Lippenprodukte: zwei benecos Glosse ("wild berry kiss" und "flamingo"), einen benecos Lippenstift ("pink honey"), noch einen Hurraw Lipbalm ("Black Cherry" - der tönt die Lippen auch leicht) sowie einen Burt's Bees Lipshimmer in der Farbe "peony". Der türkis-farbene Stick (unten links) ist ein Anti-Blasenstick von Compeed, den ich mir im Frühjahr gekauft habe, weil ich das in der Theorie unheimlich praktisch fand! In der Praxis habe ich ihn noch nicht einmal benutzt :-/ dann habe ich noch Tampons dabei (yes, I am a girl! Und es sind nicht die drin, die auf der Dose beworben werden, sondern die Bio-Variante von Natracare) und erste Hilfe-Maßnahmen für Kopfweh: Tabletten und den "Klarer Kopf" Aroma Roll-On von Primavera (tolles Teil!). Das schwarze Rechteck mit den rosa und lila Punkten ist ein kleiner Spiegel, den ich mir vor über 10 Jahren, noch zu Teeniezeiten mal bei H&M gekauft habe. In dem türkisen Etui befinden sich eine Glas-Nagelfeile, eine Pinzette und eine Nagelhautschere. Dann habe ich noch zwei verschiedene Handcremes dabei: die von Primavera finde ich total super (Zitronenkuchenduft und tolle Pflegewirkung!) während die von Speick eher so semi gut ist (Duft & Pflegewirkung sind so lala und sie ist etwas klebrig).


Dem aufmerksamen Beobachter wird aufgefallen sein, dass mein Portemonnaie fehlt. Ja, das war zu dem Zeitpunkt als ich die Fotos vom Tascheninhalt gemacht habe, schon in meinem Jutebeutel verschwunden. Es ist mir erst beim Schreiben des Blogposts aufgefallen, daher habe ich schnell noch ein Foto gemacht: Jutebeutel und Portemonnaie! Wie man sieht, habe ich mein Vorhaben, mir von meinem ersten Gehalt ein LV Portemonnaie zu kaufen, nicht eingehalten ;-) und momentan habe ich es auch nicht mehr vor.

Und? Ist was überraschendes dabei?

Sonntag, 5. Oktober 2014

Dear Mr. October ...

Im Oktober werde ich ...

... mit den Kolleginnen schlemmen gehen (war ich schon!).
... zum Liebsten fahren.
... leckere Kürbisgerichte kochen (Nudelauflauf mit Kürbis, Kürbissuppe, ...)!
... weiterhin ab und zu im Außendienst unterwegs sein.
... nach HH fahren und eine Schulung geben.
... den Geburtstag der Besten feiern.
... beruflich nach Berlin fahren.
... vielleicht auch so noch 2-3 Tage in Berlin bleiben :)
... zum Zumba gehen und entspannt, ohne Trainingsplan laufen gehen.
... eventuell an den Bodensee fahren.
... viel unterwegs und wenig zuhause sein.
... den Liebsten viel zu wenig sehen :(
... einen letzten Monat lang 29 Jahre alt sein.

Und so war mein September ...

In Frankreich gibt's Einhornsteckdosen // Paris, je t'aime! // Le Mitbringsel de Paris

Swirl-Beanie Passformkontrolle // Vapiano mit einer lieben Kollegin // Home Sweet Home!

Typisches Anni-Outfit // Produkte für einen Tag // der Augenlook dazu

Mangold Pasta // Salat mit warmen Steinchampignons // Spaghettikürbis mit Bolognesesoße

Herzensmail von Mr. F's Mama // Halbmarathonfrühstück made by Mr. F // meine Zeit für 21,0975 km

Flammkuchen mit Ziegenkäse, Honig & Feigen // Outfit inspiriert von PuraLiv // Raucheratem für Nichtraucher?!

Montag, 15. September 2014

Über Motivation und Disziplin

In allen meinen Laufbeiträgen versuche ich immer wieder zu betonen, wieviel das Laufen mir gibt. Dass ich es liebe und es mir hilft, meinen Kopf freizukriegen. Ich gehe wirklich gerne Laufen und während dem Laufen sowie danach fühle ich mich immer einfach nur gut. Manchmal vollgepumpt mit Endorphinen, manchmal erschöpft, aber dieses gute Erschöpfte, dass einen zufrieden lächeln lässt. Manchmal auch irgendwie befreit nach einem langen Tag im Büro - das Laufen in der freien Natur erdet mich wieder.

Nichtsdestotrotz habe auch ich Tage, an denen ich keine Lust habe. Ich komme von der Arbeit nach hause und will am Liebsten einfach nichts mehr machen. Ich habe Hunger und möchte was essen und mich dann aufs Sofa kuscheln. Im letzten Sommer war ich ~2 Monate von Mitte Mai bis Mitte Juli jedes Wochenende unterwegs, zwischendrin immer nur 3-4 Tage wirklich zuhause. Das war einerseits schön und aufregend, aber andererseits auch ziemlich anstrengend. In dieser Zeit hatte ich die größten Motivationsprobleme. Ich war körperlich nicht 100% fit und ziemlich erschöpft. In dieser Zeit fand ich das Laufen nach Trainingsplan anstrengend. Ich habe gemerkt, dass ich das Laufen immer später in den Abend verschoben habe - sobald ich aus dem Büro zuhause war, habe ich mich erstmal ausgeruht, bei Instagram gesurft, mit Mr. F telefoniert und alles mögliche andere gemacht, um bloß nicht laufen zu gehen. meistens war es dann schon 20 Uhr oder später bis ich mich zum Laufen aufraffen, ja fast zwingen konnte. Zum Glück ist es im Sommer so lange hell!

Couch-Potating Deluxe! Wenn es auch so gemütlich ist ...

War ich erstmal losgelaufen, habe ich es wieder geliebt und es hat mir auch in der stressigen Zeit geholfen, wieder ruhiger zu werden. Trotzdem ging am nächsten Lauftag wieder das gleiche Spiel von vorne los: Das Laufen wurde nach hinten raus verschoben und ich hatte zuerst gar keine Lust.

Was ich mit diesem Blogpost sagen möchte? Dass nicht immer alles so rosig ist. Dass selbst der ambitionierteste Läufer faule Tage hat, an denen er sich zum Laufen zwingen muss. Dass es "ok" ist, wenn man mal keine Lust hat. Der innere Schweinehund ist uns wahrscheinlich allen bekannt. Zusätzlich beschränkt sich das nicht nur aufs Laufen - ich glaube jeder, der irgendeinen Sport (sei es leistungsorientiert oder nur "just for fun") macht, kennt das. Auch zu Yoga, Pilates, Fitness oder anderen Sportarten muss man sich manchmal "zwingen".

An diesen Tagen erfordert es Disziplin, dass man sich wirklich aufrafft und gegen den Wunsch faul zu sein ankämpft. Wenn man ernsthaft auf ein Ziel hin trainiert (sei es ein Wettkampf oder einfach nur der Wunsch etwas fitter zu werden) reicht die Motivation allein oft nicht aus. Eine gute intrinsische Motivation gepaart mit etwas Disziplin ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Man muss es wollen und auch Durchhaltevermögen beweisen - wenn man sein Ziel im Auge behält und es sich immer wieder ins Bewusstsein ruft, hilft das ungemein.

A*schbacken zusammenkneifen, Schuhe an und los!! ;)

Und am Ende bereut man nur die Trainingseinheiten, die man nicht gemacht hat. Ich habe noch nie jemanden gehört, der gesagt hat:"Oh man, ich bereue es, dass ich heute laufen war!" oder "Boah, das Training heute wäre ja echt nicht nötig gewesen! Wäre ich mal lieber faul auf der Couch geblieben.". Hinterher fühlt man sich meistens gut, auch wenn man vorher gar keine Lust hatte. Genau DAS versuche ich mir immer ins Gedächtnis zu rufen, wenn ich mal wieder einen faulen Durchhänger habe. Manchmal wenn ich wirklich gar keine Lust hatte, habe ich mir gesagt "Ach komm, dann läufst du heute nur 30 Minuten und ignorierst deinen Trainingsplan. Das ist besser als gar nichts!" - das mindert die Hemmschwelle und war ich dann erstmal losgelaufen, bin ich doch meistens die Zeit gelaufen, die im Trainingsplan stand. Denn schon während dem ersten Kilometer kam meist die Motivation zurück. Der Kopf wurde frei und das Laufen lief wie von alleine. Ein Schritt nach dem anderen.

Es ist "ok" mal keine Lust zu haben.
Es ist "ok", wenn man sich aufraffen muss, um was zu tun.
"Verloren" hat man nur, wenn man es nicht wenigstens probiert ;-)
Just do it! Man bereut es (fast) nie! :)

Donnerstag, 11. September 2014

24 heures à Paris!

Dieser Blogpost wird kaum/keinen wirklich weltbewegenden Inhalt enthalten; er soll einfach "schön" sein. Eine virtuelle Sightseeing-Tour vorbei an großen Pariser Sehenswürdigkeiten. Ich war diese Woche von Montag auf Dienstag für 24 Stunden beruflich in Paris. Dienstag habe ich den halben Tag in der Hotellobby verbracht und auf ein Expresspäckchen gewartet (es sollte bis spätestens 10:30 zugestellt werden, kam aber erst gegen 13:30 Uhr - talking about drama, baby!). Es war stressig und nervenaufreibend, aber eben auch schön.


Dienstagnachmittag bin ich dann in 1 1/2 Stunden quer durch die Stadt marschiert und habe ein bisschen das Pariser Flair genossen bevor ich zurück zum Flughafen musste. Ich möchte gerne ein paar Fotos teilen, weil ich so verliebt in sie bin. Paris ist wunderschön und es war nach 2007 mein zweiter Aufenthalt in dieser bezaubernden Stadt.


Gestartet bin ich gegen 16 Uhr am "Place de la Concorde" und habe mich mit einem Crêpes (mit echter, flüssiger Schokolade, nicht "nur" Nutella) gestärkt - das war grandios leckah!! Mein Motto: Wenn man in Paris ist, muss man mindestens einen Crêpes essen! ;) Von dort habe ich von der Brücke "Pont de la Concorde" Fotos vom Eifelturm gemacht - da die Sonne so grell war, sind sie leider nicht sooo toll geworden (Gegenlicht sucks!). Der Eiffelturm erinnert mich ja immer ein bisschen an den Berliner Funkturm ... oder der Funkturm an den Eiffelturm ;)

La Tour Eiffel // Jardin de Tuileries

Anschließend bin ich am "Quai des Tuileries" an der Seine entlang zum Louvre spaziert. Dort konnte ich einen Blick auf den Jardin de Tuileries und natürlich das Musée du Louvre mit der berühmten Glaspyramide werfen.


Der Louvre war übrigens ganz früher ein Königspalast und Teil des Pariser Stadtschlosses bevor er zu einem Museum wurde. 2007 war ich auch drin - ein Besuch lohnt sich und ist kostenfrei, wenn man noch unter 26 ist! Der Louvre ist auch definitv mein liebstes Fotomotiv gewesen.

Musée du Louvre

Vom Louvre bin ich weiter die Rue de Rivoli entlang, vorbei am Tour Saint Jacques bis zum Hôtel de Ville (kein Hotel, sondern das Rathaus). Eigentlich hätte ich danach schon direkt zum Flughafen gemusst, habe mich dann aber doch entschieden über die Pont d'Arcole zu flitzen und noch fix am Notre-Dame vorbei zu schauen.

Tour Saint Jacques
Hôtel de Ville

Ich hatte Angst es zu bereuen, wenn ich es nicht getan hätte ... es war dann zwar etwas eng mit zum Flughafen kommen, einchecken und zum Gate zu sprinten, aber es hat zum Glück noch alles geklappt und es hat sich definitiv gelohnt ;) Notre-Dame ist eine imposante und wunderschöne gotische Kathedrale!

Cathédrale Notre-Dame de Paris

Abschließend noch ein kleines Eiffelturmvideo von Montagabend. Ich bin erst spät am Montagnachmittag in Paris gelandet und hatte noch einen Termin, so dass am Montag auch nicht so viel Zeit war. Aber ich habe es mir nicht nehmen lassen spätabends noch an die 2 Stunden durch die Straßen zu stromern. Ich mag es total durch "fremde" Städte zu laufen (anstelle von nur Bus und/oder U-Bahn zu fahren) - man sieht so viel mehr und nimmt die Städte ganz anders wahr.

video

Mein Schul-Französisch ist mittlerweile ein bisschen eingerostet, aber je mehr ich gesagt habe und je weiter ich darüber nachgedacht habe, desto mehr Wörter sind mir wieder eingefallen. Ich hatte mir schon auf dem Hinflug überlegt, was ich sagen muss, um U-Bahntickets für den Abend zu kaufen (un billet pour chaque fois? Ou un billet pour tous le jour?). Ich wurde sogar von allen Franzosen verstanden ;) schade fand ich ein bisschen, dass viele Franzosen fast sofort ins Englische wechselten sobald sie merkten, dass mein Französisch nicht so sicher ist. Dabei wollte ich es doch üben! Und ich habe auch alles verstanden, manchmal mussten sie ihr Gesagtes nur noch mal etwas langsamer wiederholen (so kann man schon mal "Un Euro" mit "Onze Euro" verwechseln ... upsi!). Es hat mich aber sehr gefreut, dass ich doch so gut zurecht kam - hatte vor der Sprache nämlich am meisten Bammel!

Le Mitbringsel de Paris! Eau de Muff Muff pour moi!

Eines steht fest: das war nicht mein letztes Mal in Paris! Allerdings würde ich beim nächsten Mal gerne wieder in Begleitung reisen (2007 war ich mit meiner besten Freundin dort) - die Stadt der Liebe ist zu zweit nämlich nochmal doppelt so bezaubernd!

Paris, vous êtes très jolie!

Donnerstag, 4. September 2014

Alltagslook mit Lieblingsprodukten

In 5 1/2 Jahren Bloggen mit großem Beauty-Anteil habe ich noch nicht ein richtiges Tutorial geschminkt und fotografiert. Ich dachte immer, es wäre total schwierig das Augenlid immer in der gleichen oder einer ähnlichen Position abzulichten, damit man auch sieht, was da gerade geschieht. Dann habe ich für meine "Schminkgeschichte" ein Mini-Tutorial mit meiner Teenie-Schminktechnik fotografiert. Da das gar nicht so schwierig war wie gedacht, wollte ich das auch mal richtig angehen. Heute gibt es also mein erstes ernsthaftes Schmink-Tutorial mit meiner momentan liebsten Alltags-Schminktechnik. Die Produkte variieren manchmal, die Technik bleibt in letzter Zeit oft gleich.

Und so geht's:



STEP 1: Los geht's mit dem nackigen Lid, auf das ich die benecos Eyeshadow Base "prime fine"
dünn auftrage, bis hoch zur Braue eintupfe und antrocknen lasse.
STEP 2: In Schritt Nr. 2 wird die Basis des Looks aufgetragen, die bei mir aus
drei Lidschatten/Produkten besteht.

STEP 2 im Detail
1.) Unter die Braue gebe ich den matten alverde Mono Lidschatten in der Farbe "07 soft rose" - meistens
trage ich ihn schlicht mit dem Finger auf. Diese Schicht darf auch gerne etwas dicker und deckender
ausfallen. Sie verhindert bei mir, dass ich dort unter der Braue Mascara-Abdrücke bekommen,
wenn die Wimpern über den Tag dort gegen stoßen.
2.) Nun gebe ich aufs äußere begeliche Lid das Highlighting Powder von benecos
und verstreiche es nach innen. Dieses trage ich mit einem fluffigen Pinsel auf.
3.) In den Innenwinkel auf das bewegliche Lid kommt ein bisschen von dem gebackenen alverde
Lidschatten in "09 nude rose" - ein anderer rosa-metallischer Lidschatten würde es aber auch tun.
Nude rose wurde leider von alverde ausgelistet :(
4.) Alle drei Farben etwas miteinander verblenden. Das Highlighling Powder
ziehe ich bspw. gerne hoch bis unter die Braue.


STEP 3: Anschließend ziehe ich mit dem braunen benecos Kajal eine dicke Linie
am oberen und untere Wimpernkranz, ...
STEP 4: ... die in einem nächsten Schritt mit einem Wattestäbchen ordentlich
verschmiert und verblendet wird.


STEP 5: Für eine längere Haltbarkeit und um dieses rauchige Ergebnis für den Alltag etwas abzumildern, gebe ich eine dünne Schicht des benecos Highlighting Powders oben drüber. Das Puder fixiert den Kajal.
STEP 6: Abschließend trage ich mit den gleichen Kajal eine dünnere, präzisere Linie am oberen und unteren Wimpernkranz auf und tusche meine Wimpern.
~ F E R T I G ! ~



Diese Produkte habe ich benutzt ...
  • benecos Eyeshadow Base in "prime fine"
  • alverde Lidschatten Mono Matt in "07 soft rose"
  • alverde Gebackener Lidschatten in "09 nude rose"
  • benecos Highlighting Powder in "stardust"
  • benecos Natural Kajal in "brown"
  • p2 Beauty Insider Mascara in "020 darkest brown"


Besonders gerne trage ich diesen Look auch mit einem lavera Kajal und einem Lidschatten von der französischen Marke "Studio 78 Paris". Vielleicht schminke ich mit den beiden Produkten auch noch ein Tutorial. Ich finde es erstaunlich wie unterschiedlich das Ergebnis mit der gleichen Technik aussehen kann, wenn man andere Produkte nimmt. Untenstehend noch ein AMU mit dieser Technik vom letzten Wochenende - benutzt habe ich hauptsächlich einen losen Lidschatten in einem hellen Champagner-Ton von elysambre und den benecos Kajal in der Farbe "olive".


So easy und so effektiv für einen hübschen Look! :)