Mittwoch, 30. Januar 2013

Body Acceptance

Ich beschäftige mich momentan ziemlich viel mit meinem Körper, meiner Ernährung und Sport. Mein "Neujahresvorsatz" war: (noch) bessere Ernährung und mehr Sport. Genau wie im letzten Jahr und eigentlich hat das 2012 auch ganz gut geklappt. Ausrutscher gab es dennoch - diese sind meiner Meinung nach auch wichtig, damit man weiter durchhält. Sich dauerhaft alles zu verbieten ist eher kontraproduktiv. Sport ist für mich ein zweischneidiges Schwert - zum einen möchte ich natürlich fit & schlank sein/bleiben, aber andererseits gehört es für mich auch zu einem gesunden Lebensstil mit gesunder Ernährung dazu. Natürlich gibt es auch hier fleißige und faule Zeiten - mögen in 2013 die fleißigen Zeiten überwiegen ;)

Meine Fitness- und Gesundheits-Orientierung hat natürlich aber auch den Ansporn, dass ich möglichst gut aussehen möchte - fit & definiert, nicht einfach nur dünn. Ich möchte, das Beste aus mir rausholen. Dabei ist es aber meiner Meinung nach sehr wichtig, auch mit dem zufrieden zu sein, was man hat. Body Acceptance ist hier das Stichwort.

Was genau ich an mir schön finde, hat mit meinem Gewicht zu tun. Wiege ich mehr, gefallen mir mein Po (runder) und meine Oberweite (größer) besser. Wiege ich weniger, gefallen mir mein Bauch (flacher) und meine Oberschenkel (fester) besser. Wichtig ist jedoch, wie ich mich körperlich besser fühle und nicht allein wie ich aussehe. Und das Wohlfühlen kann man nicht allein an einer Zahl auf der Waage festmachen.


Aber Body Acceptance bedeutet für mich etwas anderes als nur "welche Körperteile gefallen mir besonders gut", denn das schwankt (s. o.). "Body Acceptance" bedeutet für mich, dass ich mir bewusst bin, dass ich halt eher einen flachen Po habe, dafür aber ein breites Becken und dass ich mich nicht nur damit "abgefunden" habe, sondern das ich auch dazu stehe und mich trotzdem/gerade deswegen wohl fühle. So wie ich bin mit flachem Po und breitem Becken.

Hilfreich ist für mich nicht allein, hervorzuheben was ich an mir schön finde, sondern auch die Vorteile in meinen angeblichen "Makeln" zu sehen. Hey, ich habe ein breites Becken, aber dafür berühren sich meine Oberschenkel nicht und das finde ich toll! Ich habe einen flachen Po, aber dafür habe ich keinen hervorstehenden Enten-Poppes auf dem man ein Bierglas abstellen könnte ... DAS ist für mich Body Acceptance. Das man akzeptiert, wie der eigene Körper gebaut ist. Jeder Körper ist anders und einzigartig - einen anderen bekommen wir eh nicht.

Klar kann man innerhalb eines bestimmten Rahmens seinen Körper durch Sport/Ernährung/Bliblablubb "formen", aber mein Po wird bspw. trotzdem nie so aussehen wie der von JLo - Body Acceptance heißt für mich, dies zu akzeptieren. Nur dann kann man meiner Meinung nach glücklich werden :)

Kommentare:

Kim hat gesagt…

Ganz toller Post! Ich denke, du hast hier genau die Sichtweise angesprochen, mit der man auf seinen Körper schauen sollte...und noch mehr: mMn trifft das auf so vieles im Leben zu, zufrieden sein mit dem, was man hat, eine positive Einstellungen haben, dann ist alles viel leichter und schöner, man kann genießen und strahlt die entspannte Einstellung auch aus (<-- klingt wie eine Floskel, funktioniert aber. Habe ich gute Laune, lächeln mir mehr Leute zu, kann ich meinen Prof. eher von dem überzeugen, was ich kann etc.)
Lasst uns von extremen Schönheitsidealen Abstand nehmen =)

LG, Kim

S hat gesagt…

toller post, unterschreibe ich sofort!
ich finde es wichtig, dass man seinen eigenen körper so akzeptiert, wie er ist, und wenn nicht, dass man was ändert.
ich habe zum beispiel auch breitere hüften, die ich aber nicht so mag. ich will das ändern und trainiere deshalb und man sieht schon stark, dass sie nicht mehr so sind, wie sie mal waren.

lg
svetlana

Klellena hat gesagt…

Hi Anni,

super toller Post!! Und vor allem: Endlich wieder ein Post! Hab die Schatzkiste schon total vermisst...

Ich würde deine Aussagen auch ohne weiteres so unterschreiben! Es gibt immer Vorteile an dem, was man hat/nicht hat. Wobei dies glaube ich auch leicht gesagt ist, wenn man an sich schon eine recht schlanke/normale Figur hat. Nichtsdestotrotz finde ich es gut, sich auf sich selbst zu besinnen, denn in der heutigen Zeit schaut man viel zu schnell auf andere und ist zu schnell in dieser "Das Leben ist so unfair zu mir"-Schiene. Ich selbst fasse mir da auch an meine eigene Nase ;)

Liebe Grüße
Klellena

Johanna hat gesagt…

Ein Hoch auf flache Pos und breite Becken! :) Die habe ich nämlich auch und werde das auch nicht ändern können. Ich finde es auch total wichtig, seinen Körper ab einem bestimmten Punkt einfach zu akzeptieren und ihn nicht als Objekt zu sehen, das einem gehört und man formen kann und muss. "Leib sein statt Körper haben" hieß das mal in einer meiner Literaturvorlesungen ;)
Liebe Grüße,
Johanna

anni hat gesagt…

@ Kim - da hast du auch recht. Dafür gibt es ja auch das schöne Sprichwort "wie man in den Wald ruft, so schallt es wieder hinaus." - eine positive Einstellung (nicht nur dem eigenen Körper gegenüber) kann so viel bewirken :)

@ S. - gegen meine breiten Hüften kann ich kaum was machen, die sind auch breiter als "normal" (falls es sowas wie normal überhaupt gibt), wenn ich ganz, ganz schlank bin - aber mittlerweile finde ich das gut so :)

@ Klellena - danke für deinen Kommentar!! Darüber habe ich mich sehr gefreut :) sich mit anderen vergleichen ist immer schlecht, egal worum es geht. Man sollte
sich mit sich selbst vergleichen und immer versuchen, sich selbst zu verbessern - sich quasi mit dem eigenen Ich von gestern "battlen" :D

@ Johanna - dem kann ich voll und ganz zustimmen! "Leib sein statt Körper haben" und ein Hoch auf Flache Pos und breite Becken - hihi ;)

Alles Liebe und habt ein schönes Wochenende!

Anni :)

FrauSchnattlein hat gesagt…

Toller Eintrag!
Er stimmt einen wirklich sehr nachdenklich. Wenn ich darüber nachdenke, was ich wirklich an meinen Körper 100 % akzeptiere ist sehr wenig.
Im Moment vergleiche ich mich nur mit anderen und finde dabei nur Mackel bei mir, leider.
Ich hoffe, dass ich auch mal so postiv wie du über meinen Körper denken kann.